Danke

Erschreckend bleich war deine Haut, so zittrig deine Hände und der Moment unendlich lang. Mir war so kalt, beim Anblick deiner tiefen Falten, vielleicht wars auch der Windhauch, der durchs Fenster drang. Ich weiß es nicht, wage kaum mich zu erinnern.
Du Hoffnunglicht, du Anker meiner Freude, so traurig ist's dich hilflos anzusehn. So vieles will ich dir erzählen, doch gelähmt sind Stimme mir und Wort, als hätten Eisengüsse sie gebunden.
Ich sende dir nun, feine Seidenfäden, die samten dich bedecken, dich beschützen und vielleicht, vielleicht weisen sie den richtigen Weg.

17.1.07 18:03, kommentieren

stille Freunde

 

ich kenne dich nicht mehr, weil du in Welten weilst, die für mich nicht zu erreichen sind. Nicht jetzt, nicht hier, vielleicht niemals. Aber heute, heute möchte ich dir danken, mein treuer Freund, für deine warme Hand und deine sanften Worte.
So viele Jahre liefen wir nebeneinander her, zu kurz waren die Tage um all die Pläne zu erfüllen, Kinderträume, Jugendträume.
Nur eine Schachtel voll Erinnerungen ist mir von dir Geblieben, ein Baum, ein Haus, ein Zimmer. Manchmal gehe ich Wege und weiß, dass auch deine Fußabdrücke noch irgendwo in dieser Erde weilen, vielleicht berühren sie die meinen, vielleicht ergänzen sie sich. Manchmal sitze ich einfach nur hoch oben auf dem alten Jägerstand und fühle deine Hand in meiner liegen, deine Tränen sich mit meinen vereinen.
Heute, heute möchte ich dir danken, mein lieber Freund, für all die Tage, die ich mit dir, fern der realen Welt, verbringen durfte. Für all die Augenblicke, die dich und mich, die unser Augenlicht, vereinten.

7.1.07 16:45, kommentieren