es spiegelt sich ein Sonnenstrahl, dort drübe im Fenster und nimmt mir den  Blick auf jenes Gesicht, das ich jeden Tag so gern betrachtet habe. So viele Falten zietren dieses Sein und erzählten ihre ganz eigene Geschichte, vom Mann am Fenster...so gern habe ich ihn angeschaut, wenn er dort saß und las und träumte. Die Hände im Schoß gefaltet, ab und zu suchten sie den Henkel der Tasse, Kaffee oder Tee, manchmal neigte sich der Kopf zum Schlaf.
Jetzt ist er fort, heute Morgen haben sie ihn weggebracht. Niemand hat ihn gekannt, aber ich, ich habe ihn betrachtet, jeden Tag und ich glaube zu wissen, dass er gewartet hat, gewartet auf diesen einen Sonnenstrahl, der sich jetzt in seinem Fenster spiegelt.

 

7.1.07 15:28

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