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Sinn des Lebens

 

manchmal frage ich mich, was es beudeuten mag, warum die Suche endlos scheint und dann doch, ganz plötzlich, mit einem Schlag alles vorüber ist. Es scheint so greifbar nah zu sein, das Ende, obwohl es doch gestern erst so weit noch war.
Wie heißer Sand rinnt die Zeit mir durch die Finger, hinterlässt nichts als Spuren, Spuren aus zarten Körnen, die hier und da feine Silhouetten hinterlassen. Deine Silhouette.
Angst? Vielleicht habe ich Angst. Weniger um mich selbst als um all das, was bleibt, zurückgelassen, einsam, in einer Welt, in der Flucht und Freiheit miteinander Hand in Hand verbunden sind, denn das eine ist ohne das andere nicht zu erreichen....

6.1.07 12:14, kommentieren

 

es spiegelt sich ein Sonnenstrahl, dort drübe im Fenster und nimmt mir den  Blick auf jenes Gesicht, das ich jeden Tag so gern betrachtet habe. So viele Falten zietren dieses Sein und erzählten ihre ganz eigene Geschichte, vom Mann am Fenster...so gern habe ich ihn angeschaut, wenn er dort saß und las und träumte. Die Hände im Schoß gefaltet, ab und zu suchten sie den Henkel der Tasse, Kaffee oder Tee, manchmal neigte sich der Kopf zum Schlaf.
Jetzt ist er fort, heute Morgen haben sie ihn weggebracht. Niemand hat ihn gekannt, aber ich, ich habe ihn betrachtet, jeden Tag und ich glaube zu wissen, dass er gewartet hat, gewartet auf diesen einen Sonnenstrahl, der sich jetzt in seinem Fenster spiegelt.

 

7.1.07 15:28, kommentieren

stille Freunde

 

ich kenne dich nicht mehr, weil du in Welten weilst, die für mich nicht zu erreichen sind. Nicht jetzt, nicht hier, vielleicht niemals. Aber heute, heute möchte ich dir danken, mein treuer Freund, für deine warme Hand und deine sanften Worte.
So viele Jahre liefen wir nebeneinander her, zu kurz waren die Tage um all die Pläne zu erfüllen, Kinderträume, Jugendträume.
Nur eine Schachtel voll Erinnerungen ist mir von dir Geblieben, ein Baum, ein Haus, ein Zimmer. Manchmal gehe ich Wege und weiß, dass auch deine Fußabdrücke noch irgendwo in dieser Erde weilen, vielleicht berühren sie die meinen, vielleicht ergänzen sie sich. Manchmal sitze ich einfach nur hoch oben auf dem alten Jägerstand und fühle deine Hand in meiner liegen, deine Tränen sich mit meinen vereinen.
Heute, heute möchte ich dir danken, mein lieber Freund, für all die Tage, die ich mit dir, fern der realen Welt, verbringen durfte. Für all die Augenblicke, die dich und mich, die unser Augenlicht, vereinten.

7.1.07 16:45, kommentieren

Erschreckend bleich war deine Haut, so zittrig deine Hände und der Moment unendlich lang. Mir war so kalt, beim Anblick deiner tiefen Falten, vielleicht wars auch der Windhauch, der durchs Fenster drang. Ich weiß es nicht, wage kaum mich zu erinnern.
Du Hoffnunglicht, du Anker meiner Freude, so traurig ist's dich hilflos anzusehn. So vieles will ich dir erzählen, doch gelähmt sind Stimme mir und Wort, als hätten Eisengüsse sie gebunden.
Ich sende dir nun, feine Seidenfäden, die samten dich bedecken, dich beschützen und vielleicht, vielleicht weisen sie den richtigen Weg.

17.1.07 18:03, kommentieren